Osteopathie und Kiefergelenk
Zwischen Zähnen, Kiefergelenk und Nackenmuskulatur, Wirbelsäule sowie auch dem Becken bestehen vielfältige Zusammenhänge. So versucht der Körper, wenn etwa die Zähne auf einer Seite gut, auf der anderen jedoch nicht aufeinander passen, ständig die Zähne perfekt zusammen zu beißen. Das kann zu Fehlbelastungen der Kiefergelenke führen und somit zu Kaumuskel- oder Kiefergelenkschmerzen. Der Kopf wird durch diese Umstände unwillkürlich in einer anderen Position gehalten, die Halswirbelsäule wird anders belastet, die Brust- und Lendenwirbelsäule muss diese Veränderung ausgleichen.
Kaumuskelverspannungen
Häufige Ursache für Kaumuskelverspannungen kann ein verkürztes Bein und somit ein Beckenschiefstand sein.
Auf der anderen Seite kann es, wenn einer oder mehrere Zähne zuviel Kontakt haben (Okklusionsstörungen), zu Verspannungen der Nackenmuskulatur sowie zu schmerzhaften Veränderungen der Hals- bzw. Brustwirbelsäule kommen.
Zähneknirschen oder Pressen
Wenn die Kopfhaltung durch die Körperhaltung beeinflusst wird, verlagert sich der Unterkiefer automatisch in die gleiche Richtung. Das heißt, wenn der Kopf nach hinten gekippt wird, verlagert sich auch der Unterkiefer nach hinten.
Wenn dauerhaft eine körperliche Fehlhaltung besteht, kann es zu Fehlbelastungen des Kiefergelenkes führen: Die Zähne passen plötzlich nicht mehr ideal aufeinander und die Zungenmuskulatur verspannt sich. Zusätzlich können die Kaumuskeln verstärkt arbeiten, da sie versuchen, die ursprüngliche Situation wieder herzustellen, was zu Kopf- und Nackenschmerzen führen kann.
Durch das stärkere Arbeiten der Kaumuskulatur und den Versuch des Wiederherstellens der Zahnkontakte kann es passieren, dass der Patient beginnt, mit den Zähnen zu knirschen oder zu pressen.


Gemeinschaftspraxis
Christian Specht &
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